Kohlenhydrat-Blocker – was ist das eigentlich?

Es ist allgemein bekannt, dass Kohlenhydrate eine der Hauptursachen sind für die Zunahme an Gewicht.

Kann man Kohlenhydrat-Blocker wirklich blockieren?

Aus den Kohlenhydraten bezieht der Körper seine Energie, dafür wandelt er diese um in Glucose, die verwertbar ist.

Die Glucose, die nicht benötigt wird, wandelt der Körper in Fettreserven um, und so kommt es zur Gewichtszunahme. Dies ist genau der Punkt, an dem
Kohlenhydrat-Blocker ihre Wirkung ansetzen.

Ihre Aufgabe ist es, die Kalorienaufnahme aus den verschiedenen Kohlenhydrat-Quellen der Nahrung zu verhindern.

Zu diesen Quellen gehören Nudeln, Brot und Reis, also die Grundnahrungsmittel, die zu den bedeutendsten Lieferanten von
Kohlenhydraten zählen. Das Enzym alpha-Amylase ist zuständig im Körper für die Umwandlung der Kohlenhydrate in die Glucose, und
dieses Enzym wird durch Kohlenhydrat-Blocker blockiert.

Dadurch wird verhindert, dass überschüssige Kohlenhydrate umgewandelt werden in Glucose, und somit kann eine Ablagerung in Form von Fett im Körper
verhindert werden. 

Diese überschüssigen Kohlenhydrate werden dann auf ganz natürlichem Wege wieder ausgeschieden. Eine übermäßige Aufnahme an Kalorien aus Kohlenhydraten wird so verhindert.

Hauptanwendungsbereiche der Kohlenhydrat-Blocker

Für den Einsatz der Kohlenhydrat-Blocker gibt es drei Hauptanwendungsbereiche.

1. Die Aufnahme und auch die Verdauung von Kohlenhydraten, die aus den Nahrungsmitteln stammen, wird vermindert um bis zu zwei Drittel.

2. Abhängig von der Ernährung wird die Kalorienaufnahme reduziert um rund ein Viertel. Die exakte Verminderung ist immer nahrungsabhängig, da ganz besonders die Aufnahme von Kalorien aus den Hauptkalorienlieferanten der Kohlenhydrate reduziert wird.

3. Auch der Blutzuckerspiegel wird günstig beeinflusst. Bei der Umwandlung der Kohlenhydrate in Glucose steigt immer der Blutzuckerspiegel an, somit haben die Kohlenhydrat-Blocker auch eine positive Wirkung auf den Blutzuckerspiegel.

 

Wichtiges Wissen über das Körpergewicht

Ob ein Körpergewicht als gesundheitsgefährdend eingestuft werden muss oder sich noch im normalen Bereich bewegt, wird durch einige Indikatoren bestimmt. Diese wurden zusammengestellt von der WHO, der Weltgesundheitsbehörde.

Der BMI, also der Body-Mass-Index, ist der bekannteste und der bedeutendste Indikator, der genutzt wird für die Bestimmung des Körpergewichts. Die Berechnung ist recht einfach. Das Körpergewicht in Kilogramm wird geteilt durch die Körpergröße, gemessen in Metern, zum Quadrat.

Bei Erwachsenen gilt ein BMI zwischen 20 und 25 für Männer als ideal, bei den Frauen zwischen 19 und 24. Liegt der BMI unter dem ersten Wert, gilt dies als Untergewicht. Liegt der Wert bei den Männern zwischen 26 und 30, beziehungsweise bei den Frauen zwischen 25 und 30, wird schon von Übergewicht gesprochen.

Allerdings muss dieses Übergewicht noch nicht unbedingt gesundheitsschädlich sein. Hier kommt es darauf an, ob beim Betroffenen bereits Beeinträchtigungen der Gesundheit vorliegen.

Liegt der BMI allerdings zwischen 31 und 40, leidet der Betroffene bereits unter der sogenannten Adipositas, dies ist ein krankhaft erhöhtes Gewicht, das sehr wahrscheinlich schwere Folgen haben wird für die Gesundheit.

Liegt der BMI über 40, ist eine starke Adipositas angezeigt. Adipositas bringt viele Folgeerscheinungen mit sich, zu den wichtigsten gehören Diabetes,
Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Gelenkprobleme.

Auch der Taillenumfang ist ein wichtiger Faktor für die Bestimmung der Gesundheitsgefährdung, die das Körpergewicht mit sich bringt. Bauchfett gilt als stark gesundheitsgefährdend, zudem stellt es einen Risikofaktor dar für Herzerkrankungen.

Der Taillenumfang gibt Auskunft darüber, wie es mit dem Bauchfett aussieht. Bei Frauen sollte der Bauchumfang nicht mehr als 84 cm betragen, bei Männern gilt ein Bauchumfang als akzeptabel von bis zu 89 cm. Liegt der Bauchumfang darüber, gilt er als gesundheitsgefährdend. Der Bauchumfang sollte idealerweise am Morgen gemessen werden, natürlich nüchtern. Für die Messung wählt man die dickste Stelle des Bauches.

Ganzheitliche Konzepte für die Gewichtsabnahme

Beim Abnehmen ist es sehr wichtig, dass ganzheitlich vorgegangen wird. Überhaupt nicht effektiv sind daher radikale Diäten, die darauf setzen, dass für eine bestimmte Zeit auf Nahrung verzichtet wird.

Besser ist eine ausgewogene Mischung, die aus gesunder Ernährung und ausreichender Bewegung verbunden mit weiteren Maßnahmen besteht. Angestrebt werden sollte dabei immer eine Energiebilanz, die ausgewogen ist, dies gilt als wichtigste Maßgabe.

Auf lange Sicht sollten nicht mehr Kalorien zu sich genommen werden, als auch verbraucht werden. Dies ist die einzige Möglichkeit, um das erreichte Wunschgewicht auch wirklich langfristig halten zu können.

Innerhalb dieses Prozesses können Kohlenhydrat-Blocker eine sehr wichtige Hilfe sein, dennoch dürfen sie nicht die einzige Maßnahme sein, die für die Gewichtsreduzierung eingesetzt wird.

So werden Kohlenhydrat-Blocker angewendet

Die Kohlenhydrat-Blocker werden eingenommen unmittelbar vor der Hauptmahlzeit. Für gewöhnlich stehen sie in Form von Sticks zur Verfügung.

Deren Inhalt wird eingenommen, er zergeht ganz leicht auf der Zunge. Enthält eine Hauptmahlzeit sehr viele Kohlenhydrate, können auch zwei Sticks genutzt werden. Mehr als drei Sticks sollten pro Tag nicht eingenommen werden.

Zu achten ist außerdem auf eine ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit. Wasser oder auch ungesüßter Tee sind am besten geeignet, somit werden Verstopfungen verhindert.

Wurden die Kohlenhydrat-Blocker vier Wochen lang eingenommen, sollten drei bis vier Tage Pause eingelegt werden.

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