Koffein – kann es die Fettverbrennung steigern?

Natürliche Fettverbrenner im menschlichen Körper regeln normalerweise den Fetthaushalt des Organismus. Fordert der Körper Energiereserven an, sei es wegen Mangel an Zucker oder aufgrund sportlicher Betätigung, spielen diese kleinen Helfer eine tragende Rolle.

Verbrennung von Fett ist oft eines der obersten Prioritäten bei vielen Diäten.

Gleichgültig, ob der Verlust von Körpergewicht, die Reduktion des Fettanteils im Gewebe oder ein effizienter Energiehaushalt gewünscht wird, alles fällt auf die Verwertung der körpereigenen Langzeitenergiezellen zurück.

Durch geschickte Ernährung lässt sich der Umwandlungsprozess intensivieren und so eine schnellere und bessere Energieausbeute erzielen.

Für alle Aufgaben, die Zellen tagtäglich im Menschen verrichten, braucht es eine ausreichende Brennstoffversorgung. Die erste Wahl fällt dabei auf Kohlenhydrate, während das Notstromaggregat aus der Speckschicht erst per Stoffwechsel in das passende Energieformat umgewandelt werden muss.

Der Verbrennungsvorgang ist dabei ein wiederkehrender Prozess – selbst wenn die Kohlenhydratspeicher nicht vollständig entleert sind, stellt Fett immer seinen Anteil an dem Gesamtenergieaufkommen.

Vorrätig eingelagertes Fett wird allerdings nur dann angetastet, wenn in der Blutbahn selbst keinerlei Lipide mehr vorhanden sind. Dabei achten Menschen bei einer Diät besonders auf die Relation von Zufuhr undVerbrauch.

 

Wird übermäßig viel Fett verbrannt und kann der Verlust nicht durch die Nahrungsaufnahme ausgeglichen werden, greift der Körper aktiv auf seine Fettlagerstätten zu.

 

Dieser Prozess ist allgemein als Fettabbau bekannt, obgleich der Körper tatsächlich ununterbrochen Fette zur Energiesynthese nutzt. Ohne exakte Trennung dieser Begriffe besteht also zwischen der reinen Verbrennung und der tatsächlichen Reduktion Verwechslungsgefahr.

Zellen verheizen ständig Energie und erst wenn die Blutbahn keinen Nachschub enthält, steht das vorrätige Fett als Ersatz bereit. Körperlicher Aktivitäten bleiben die wichtigste Grundvoraussetzung, um diesen Prozess zügig in Gang zu setzen. Ohne diese bleibt auch die oft herbeigesehnte Fettverbrennung durch Zuführung von Nahrungsergänzungsmittel oder den sogenannten Fatburnern aus.

Dennoch kann sich ein Fatburner in manchen Fällen als nützliche Unterstützung erweisen. In der Wissenschaft existieren zahlreiche Stoffe, die diesem Zweck dienen könnten. Aus gesundheitlichen Gründen schaffen es viele jedoch nicht bis zum Endanwender und sind teilweise sogar mit Verboten belegt.

Glücklicherweise gibt es eine weit verbreitete Alternative, die weder kostspielig ist noch unkalkulierbare Risiken mit sich bringt: einfaches Koffein.

 

Getränke und hochkonzentrierte Mittel als Koffeinlieferant

Viele Getränke enthalten bereits einen beachtlichen Anteil an Koffein. Süße Limonaden wie Cola, zahlreiche Energiedrinks, aber auch grüner oder schwarzer Tee (Earl Grey) enthalten diese Substanz.

 

Kaffee kann die Fettverbrennung steigern
Kaffee kann die Fettverbrennung steigern

Den größten Bekanntheitsgrad besitzt der Kaffee, der allgemein für seine konzentrationsfördernde Wirkung einen hohen Bekanntheitsgrad hat. Nebenher dient Koffein auch als Wirkstoff bei diversen Arzneimitteln und zur Anwendung in der Schmerztherapie.

Vergleichbar wie bei dem Genuss von Alkohol, der nur auf nüchternen Magen besonders schnell zu Kopfe steigt, ist auch die Wirkung des Koffein zeitlichen Unterschieden unterworfen. In bestimmten Nahrungsmitteln liegt der wachmachende Stoff in anderer Form vor und kann daher nicht so rasch in den Organismus gelangen.

Hinzu kommt eine große Anzahl von weiteren Substanzen, die gemeinsam im Verbund mit dem Koffein ganzheitliche Auswirkungen erzielen und sich gegenseitig katalysieren.

Im Kraftsport existiert Koffein zudem in reiner Form als Pulver und dient als beliebtes Ergänzungsmittel, um den Stoffwechsel anzukurbeln und so das antrainierte Muskelgewebe besonders hervortreten zu lassen.

Auch in der Vergangenheit kamen Athleten bei sportlichen Veranstaltungen hin und wieder in Verruf, da Koffein bis kurz nach der Jahrtausendwende noch offiziell als illegales Dopingmittel deklariert war. Aktuell sehen die zuständigen Sportinstitutionen keine Veranlassung mehr, den Gebrauch unter Strafe zu stellen.

 

Welche Auswirkungen hat Koffein nun genau?

Koffein beeinflusst gleich mehrere Vorgänge im Körper eines Menschen: Zunächst reagiert das zentrale Nervensystem unter dem Einfluss der Substanz durch ein gesteigertes Auffassungsvermögen. Es fällt Anwendern leichter, sich auf eine bestimmte Aufgabe zu konzentrieren und wichtige Details im Gehirn abzuspeichern.

Eine allgemein erhöhte Konzentration führt aber nicht nur bei geistigen Herausforderungen zu einem Vorteil, nein, auch beim Sport stellt sich auf diese Weise mehr Koordination und somit ein effektiverer Trainingsablauf ein. Kurzfristig steht mehr Kraft, Geschick und Kondition zur Verfügung.

Der Anstieg ist mit schlichten Methoden messbar: Eine erhöhter Puls sowie ein damit einhergehender, erhöhter Blutdruck sind die ersten körperlichen Anzeichen. Allgemein weiten sich die Blutgefäße und es tritt eine erhöhte Atemfrequenz auf. Insgesamt resultiert dieser gesamte Anstieg in einem schnelleren Stoffwechsel.

Alle Vorgänge im Körper werden beschleunigt abgewickelt und daher auch zusätzlich Energie verbraucht. Aus diesem Grund genießt Koffein auch den Ruf als Fatburner, der – wenn auch nur auf indirektem Wege -den Organismus für eine kurze Zeit auf ein erhöhtes Aktivitätsniveau anhebt.

Zusätzlich stärkt Koffein die Abgabe von Fettsäuren aus vorrätigen Fettlagern. Zwar lässt sich dies nicht mit der direkten Verwertung als Energiebrennstoff vergleichen, stellt aber dennoch einen entscheidenden Schritt hin zu dieser Richtung dar. Prozentual bleibt jedoch alles beim Alten: Solange Kohlenhydrate frei im Blut vorliegen, steuert Fett nur einen sehr geringfügigen Beitrag zur Energiegewinnung bei.

Denn trotz der zusätzlichen Freigabe von Fettsäuren im Blut erhöht sich auch der Bestand an Zucker – eine Pattsituation. Außerdem muss der nun verfügbar gewordene Kraftstoffdurch anhaltendes Training aufgebraucht werden, was vom individuellen Stoffwechsel einer Person abhängt.

Dieser Umstand führt klar vor Augen, dass in körperlicher Entspannung kein Anstieg bei der Fettverbrennung zu verzeichnen sein wird. Ohne planmäßigen Sport entfaltet Koffein keinerlei Wirkung und beeinflusst in üblichen Mengen nicht den Abbau von Fetten.

Unter Berücksichtigung dieser Erkenntnisse steht fest: Koffein bringt auf geistiger Ebene Vorzüge mit sich, auch wenn diese nur von begrenzter Dauer sind. Dagegen scheint es als Aufputschmittel für physikalische Leistungsfähigkeit eine nicht ganz eindeutige Stellung zu besitzen.

Wenn überhaupt, so ist nur ein indirekter Zusammenhang zu erkennen, der zudem von Person zu Person unterschiedliche Ergebnisse erzeugt. Vor zu intensivem Gebrauch ist strikt abzuraten, da gefährliche Nebeneffekte wie Herzstolpern und eine gesteigerte Nervosität sowie Vibrationen des Muskelgewebes auftreten können.

Die Überreizung des Nervensystems hat auch Schlaflosigkeit zur Folge, was wiederum Kontraproduktiv für die Fettverbrennung ist. Eine nur gemäßigte Zuführung von Koffein überzeugt hingegen durch eine verstärkte Aufmerksamkeit und längere Wachphasen. Der Körper bleibt länger als üblich in Bereitschaft und kann so natürlich auch das sportliche Potenzial optimaler ausschöpfen. Die automatische Minderung von Fetten ergibt sich daraus jedoch nicht zwangsläufig.

Abschließend unterstreichen diese Beobachtungen, dass Koffein alleine keine verstärkte Fettverbrennung garantieren kann. Es kurbelt lediglich den Verbrauch von Energie insgesamt an und stellt diese effizienter und zügiger zur den Körperzellen Verfügung. Eine gewisse Tendenz zur Leistungssteigerung lässt sich daraus zwar ableiten, ist aber auch von der Sportart selbst abhängig.

 

Unbestritten ist dagegen die Synergie des Wirkstoffes unter körperlicher Auslastung. Eine höhere Einsatzbereitschaft wird vielen Sportlern aus Prinzip sehr gelegen kommen. Solange keine gefährlichen Dosen auf dem Nahrungsmittelergänzungsplan stehen, erweist sich diese Art der Unterstützung in aller Regel als sehr unproblematisch.

Zudem gibt es einige wissenschaftliche Forschungsansätze, die sich mit den positiven Eigenschaften von maßvollem Koffeingenuss durch Kaffee beschäftigen.

Zur Anregung des Kreislaufes empfiehlt sich ein kräftiger Schluck Kaffee als praktische Starthilfe. Die Hoffnung auf einen mühelosen Gewichtsverlust und alleinige Fettverbrennung bleibt aber unerfüllt. Schweiß und permanenter Einsatz legen den Grundstock für einen erfolgreichen Wandel in dieser Beziehung – Koffein optimiert das Ergebnis ein wenig.

Schwarzer Kaffee stellt zu diesem Anlass die erste Wahl dar. Auf zusätzliche Beigabe von Zucker und Milch sollte vor Trainingsbeginn aufgrund der zusätzlichen Kohlenhydrate und Fette verzichtet werden.

 

Der Gewöhnungseffekt: Mit der Zeit fällt die Wirkung geringer aus

Zeigt Koffein anfangs noch eine spürbare Wirkung, lässt diese mit der Zunahme des Kaffeekonsums über längeren Zeitraum hinweg immer mehr nach. Denn auch der Stoffwechsel des Körpers trainiert mit und setzt die Hemmschwelle für eine wirkungsvolle Dosis kontinuierlich herauf.

Da Überdosen mit Nebenwirkungen einhergehen und zudem auch ein Übermaß an Kaffee stark entwässert, gestaltet sich nur die gelegentliche Einnahme als ratsam. Kopfschmerzen und Wassermangel erschweren ansonsten schnell das ursprünglich angestrebte Ziel – nämlich den Verlust von Fettgewebe. Ist Koffein nun also ein Fatburner?

 

Im übertragenden Sinne: ja! Es hilft tatsächlich, Fettpolster etwas schneller aus dem Körper zu verbannen, sofern der dafür notwendige Wille zum Sporttreiben und die dazugehörige Disziplin bei der Ernährung vorhanden sind.

 

Quelle: http://www.abnehmen-sport-fitness.de/sporternaehrung/fatburner-koffein.html

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